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11/25: TMC – Gedankensplitter: Gerechtigkeit
In Sorge um den deutschen Staat, um die in Deutschland tätigen Unternehmen und um das tagtägliche, respektvolle Miteinander möchten wir mit diesem “Gedankensplitter” einen Blick auf das Thema Gerechtigkeit werfen.
Wann sind die Bürger eines Staates – gleich in welcher Regierungsform der jeweilige Staat operiert – mit dem Staat, der Gemeinschaft und mit sich und den Nächsten zufrieden? Was kann die jeweilige Regierung besser bzw. anders machen, um die Akzeptanz der Bürger zu erhalten und auch zu vergrößern?
Die Antwort auf diese Frage ist fast überall die Gleiche: der Staat muß gerecht sein – das hört sich einfach an, ist jedoch sehr kompliziert. Die Lösung besteht vielleicht in folgender Differenzierung:
Konkret spüren wir in Deutschland den Versuch, es allen Beteiligten, es “Jedem und Allen” recht zu machen, da ja jeder ein Recht auf Individualität hat. Dennoch ist doch die Frage gerechtfertigt, ob und was das noch mit Demokratie zu tun hat, wenn immer mehr Minderheiten mehr Platz eingeräumt wird als der Mehrheit? Als Beispiel für einen solchen Fall die Trans-Gender Thematik: Weniger als 0,5 bis 0,8 % der Bevölkerung (also ca. 420.000 von ungefähr 8.500.000.000 Bürger) bezeichnen sich als nicht-binär bzw. gender-fluid und erwarten vom Staat eine zielgruppen-gerechte und -orientierte Sonderbehandlung.
Daß (zahlenmäßige) Minderheiten, also das Minimum Minimorum der Bevölkerung die generelle Thematik bestimmen, ist vom sozialen Blickwinkel aus durchaus verständlich, jedoch vom demokratischen Standpunkt her nicht vertretbar.
Einer der Gründe, warum hier eine “Verdrehung der Gewichte” stattfindet, besteht in der definierten Absicht der Politiker, es allen Leuten recht machen zu wollen.
Heutzutage wird ein klares “Nein” als ein persönlicher Affront betrachtet, als eine diffamierende Zurücksetzung interpretiert, als eine herabsetzende Beleidigung verstanden – wo sind die Zeiten, da man selbst nach einer heftigen Diskussion, nach einer streitigen Auseinandersetzung, nach einem fairen Messen unterschiedlicher Argumente zu einem gemeinsamen Bier zusammensaß und sich gegenseitig zuprostete.
Wenn die Tendenz des “verständnisvollen Weichwaschens” so weitergeht, wird der Staat sich bei einem verurteilten Mörder noch entschuldigen müssen, daß er den überführten Täter nunmehr zum Schutze vor sich selbst und der Gemeinschaft wegschließen muß…Es ist zwar verständlich und nachvollziehbar, daß der Staat versucht, es allen Bürgern gleich recht zu machen und in der wohlwollenden und sozial- durchdeklinierten “Vater-Rolle” auftritt. Doch bereits im Kindes- bzw. im Jugendalter lernen sowohl Eltern als auch Heranwachsende, daß klare Grenzen und eindeutige Regeln zu setzen und zu beachten, ein sozial-ausgeprägtes Zusammenleben bedeutend einfacher und leichter machen.
Wird dieser Gedankengang weitergesponnen, so kommt man automatisch auf die problematische Bedeutung und mehrstufige Interpretations-Möglichkeit der Vokabel “sozial”.
THINK !
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC Trust Management Consultants
