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01 / 2026 Künftige Herausforderungen (1): “Geschäftsführung”
Die neuesten Entwicklungen zeigen sehr deutlich, daß in den künftigen Unternehmens-Organisationen neben den Menschen immer mehr Platz für die KI (Künstliche Intelligenz) und für (humanoide) Roboter eingeräumt wird.
Dieses “Dreigestirn” wird die Organisations-Struktur, die Unternehmens-internen aber auch die -externen Abläufe maßgeblich verändern und inhaltlich neu definieren.
Eine Geschäftsführung muß in der Lage sein, dieses “Dreigestirn” so effizient einzusetzen und zu managen, daß es den künftigen Anforderungen nicht nur genügt, sondern das ultimative Unternehmensziel, nämlich die Gewinnerzielung langfristig und nachhaltig erreicht.
Die wichtigste Frage, die es seitens der Geschäftsführung zu beantworten gilt, ist, welche Tätigkeiten, die bislang durch Mitarbeiter erfüllt wurden, mit hoher Wahrscheinlichkeit durch KI bzw. Roboter ausgeübt werden (können). Hier muß man sich – von Funktion zu Funktion – Schritt für Schritt vorarbeiten:
o Controlling
o IT
o Logistik
o HR
o Vertrieb
o Einkauf
o Produktion
o F&E
o Marketing
Die Geschäftsführung muß jeden einzelnen Funktionsbereich mit einem Fragezeichen versehen:
# Welches ist das Ziel des betreffenden Funktionsbereiches?
# Welches sind die größten Hindernisse bei der Zielerfüllung?
# Welche Rolle können KI oder Roboter für eine bessere Zielerfüllung spielen?
# Welche Aufgabenstellung wird – bis dato erbracht durch den Mitarbeiter – obsolet?
# Welche funktionalen Arbeitsschritte werden durch KI und Roboter erbracht?
# Wie sieht die neue Aufgabenbeschreibung des Mitarbeiters aus?
Und letztlich:
# Wie sieht das neue Organigramm unter Berücksichtigung des “neuen Dreigestirns” aus?
Nun haben wir das Problem, daß die 3 Komponenten sehr unterschiedliche Charakteristika haben, nämlich
– der Mensch ist sensibel und kann robust sein, er arbeitet i.d.R. 8 Stunden am Tag, hat Ferien, kann krank werden und die Arbeitsleistung nimmt im Laufe seines Alters ab
– die künstliche Intelligenz arbeitet robust 24 Stunden am Tag, muß ab und zu software-mäßig gewartet werden, entwickelt sich permanent weiter und kann stets mehr Aufgaben übernehmen
– der (humanoide) Roboter ist täglich 24 Stunden einsatzbereit, bedarf einer regelmäßigen Pflege, Justierung und Wartung, hat ein stets gleiches Leistungsniveau, kann sich aber nicht auf eine plötzlich-veränderte Situation einstellen
Somit sind die Grund-Konstellationen der 3 Faktoren sehr unterschiedlich – mit der Konsequenz, daß eine wertstiftende Harmonisierung mit dem Ziel einer definierten (quantitativen und/oder qualitativen Leistungserbringung auf jeden Fall herbeigeführt werden muß. Es ergibt sich somit die Konsequenz, daß der Mensch sich seinem “Kollegen” Roboter anpassen (und nicht andersherum) und der Mitarbeiter sich auf die Befindlichkeiten des “Kollegen” KI einstellen muß, da dem Menschen per se eine höhere situativ-notwendige Flexibilität attestiert werden kann.
Interessant wird es dann, wenn die sich stets monoton-wiederholende Tätigkeit eines Roboters durch den gezielten Einsatz von KI “bereichert” wird, der “dumme” Roboter zu einem “humanoiden Roboter” mutiert. In diesem Fall wird der weiterentwickelte Roboter sich auf neue Konstellationen einstellen können, kann selbstständig entscheiden, welche Tätigkeit von ihm erwartet wird, um die höhere Stufe einer Leistungserbringung zu erzielen. Damit würde der humanoide Roboter zu einem (fast) gleichwertigen “Kollegen” zum menschlichen Mitarbeiter.
Da der Mensch nunmehr lernen muß, mit seinen neuen Kollegen KI und Roboter zusammenzuarbeiten, resultiert dies in vielfältige Konsequenzen auf sein persönliches Arbeitsleben:
– da die beiden “Kollegen” vom Menschen ihm die Arbeit erleichtern, hat er weniger zu tun und wird durch seine beiden Kollegen ersetzt – mit der Konsequenz, daß der Mensch redundant wird
– da die beiden Kollegen jedoch 24 Stunden am Tag (im Gegensatz zum Menschen 8 Stunden am Tag) arbeiten können, ist es notwendig, ein Schichtsystem für den menschlichen Manager einzurichten, das sicherstellt, daß ein menschlicher Mitarbeiter jederzeit (d.h. 24 Std. am Tag) verfügbar ist, um die Produktions-notwendigen Arbeitsschritte (erbracht durch die Kollegen KI und Roboter) Ablauf-gerecht zu gewährleisten
– die neuen Arbeitskollegen KI und Roboter sorgen also nicht dafür, daß der Kollege Mensch arbeitslos wird. Stattdessen sorgen die beiden Faktoren dafür, daß der Mensch quantitativ mehr und qualitativ eine andere Art von Arbeit erbringen muß
Hieraus ergibt sich für die Geschäftsführung ein hohes Maß an planerischen Aufgabenstellungen. Deutlich wird, je sorgfältiger das künftige Miteinander des Dreigestirns “Mitarbeiter, KI und Roboter” durchdacht und geplant wird, umso problemloser und harmonischer werden die Arbeitsabläufe sein.
Demnach wird der Aufgabenbereich eines Geschäftsführers vielfältiger, komplexer, technischer und digitaler, da sich die jeweiligen Mitarbeiter der Art, der Menge, der Charakteristika und der Leistungsinhalte verändern werden.
Sich gegen diese Entwicklung zu wehren, die Augen zu verschließen oder gar in toto zu negieren, wäre nicht richtig. Die Offenheit und die Notwendigkeit zum Wandel zeigen sich in Bezug auf das Ausmaß an tagtäglicher Digitalisierung in den nordischen und baltischen Ländern im Vergleich zu Deutschland…
Januar 2026
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC Trust Management Consultants
