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04 / 2026 Künftige Herausforderungen (4): “Produktionsmanager”
Die neuesten Entwicklungen zeigen sehr deutlich, daß in den künftigen Unternehmens-Organisationen neben den Menschen immer mehr Platz für die KI (Künstliche Intelligenz) und für (humanoide) Roboter eingeräumt wird.
Dieses “Dreigestirn” wird die Organisations-Struktur, werden die Unternehmens-internen aber auch die -externen Abläufe maßgeblich verändern und inhaltlich neu definieren.
Ein Produktions-Manager fokussiert sich derzeit auf die Hauptbereiche Produktions-Planung, -Umsetzung und -Verbesserung, indem er die jeweiligen Fachkräfte an die herrschenden Ablauf-Routinen heranführt und sie weiterentwickelt. Um die Produktions-Abläufe herum gibt es weitere, letztlich für das Produktionsergebnis relevante Prozesse, die einen direkten Einfluß auf die Effizienz des Unternehmens haben:
– der Einkauf
– der Vertrieb
– die Logistik
– die IT,
um nur einige zu nennen. Die jeweiligen Mitarbeiter in den betroffenen Funktionsbereichen müssen “wie die Räder in einem Uhrwerk” Ergebnis-orientiert zusammenarbeiten, um letztlich das gewünschte Resultat zu erzielen.
Vollkommen anders wird dieser Prozeß in naher Zukunft aussehen: Neben dem Menschen tritt der (humanoide) Roboter und die Künstliche Intelligenz (KI) und verstehen sich als ein “Management-Triumvirat”:
o der Mensch plant und bestimmt zweckorientiert die Abläufe
o die KI optimiert die geplanten Abläufe und berechnet permanent die Soll- / Ist- Werte
o der Roboter arbeitet stoisch im Rahmen der angedachten Abläufe
Somit besteht die eigentliche Management-Aufgabe des Produktions-Verantwortlichen in der Bildung von homogen-harmonischen Abläufen der eigentlich ungleichen Faktoren:
# der Mensch wird krank, macht Urlaub, arbeitet i.d.R. 8 Stunden am Tag und muß sich weiterbilden
# die KI greift selbstständig auf das gesamte Basis-Datenmaterial zurück und unterbreitet zielorientierte Vorschläge. Darüber hinaus sind die Ausfallzeiten der KI äußerst gering, wobei die Datenbasis, auf die das System zurückgreift, permanent erweitert wird. KI arbeitet ohne zeitliche Begrenzung
# der Roboter arbeitet 24/7/12/365 “ohne Punkt und Komma”, wenn er dann richtig gepflegt wird. Er arbeitet stets mit der gleichen Geschwindigkeit und stoppt den Arbeitsprozeß, wenn ein Fehler auftritt
Durch diesen Prozeß wird der Mensch durch die KI und den Roboter entlastet und muß gleichzeit bereit sein, in einem Mehrschicht-Betrieb zu arbeiten.
Bestimmte, betrieblich notwendige Aufgabenbereiche, wie die Qualiätskontrolleo der der Einkauf Produktions-notwendiger Materialien werden gleichbleiben. Doch der Mensch muß lernen, mit seinen neuen “Kollegen” klarzukommen und diese nicht nur zu respektieren, sondern auch Anweisungen, Hinweise, Informationen von ihnen anzunehmen und die notwendigen Maßnahmen oder Aktivitäten zu initiieren bzw. umzusetzen.
Der gesamte Prozeß, das Ineinandergreifen der neuen “Arbeitskräften” bedingt im Unternehmen ein vollkommen neues Denken und Handeln:
= der Mensch muß lernen, daß er von den KI-basierten Daten-Ergebnissen lernen kann – solange die Datenbasis verlässlich ist. Im Zusammenspiel der Kräfte des Triumvirats muß der Mensch auch den von der Ki und den Robotern generierten Ergebnissen vertrauen
= die Wirkungsweise der KI muß zielgerichtet (und mit klaren Grenzen versehen) im Vorfeld determiniert werden. Ein Arbeiten der KI ohne Limits kann gefährlich werden, da die KI dazu tendiert, sich zu verselbstständigen
= ein Roboter hat den Vorteil, daß er verlässlich und systematisch einen sich ständig repetierenden Arbeitsgang vollzieht – unterliegt ihm einen Fehler (oder ist er verkehrt programmiert) wiederholt er permanent den Fehler
Interessant wird es dann, wenn der Mensch den Roboter mit KI anreichert:
o Der Roboter wird in dem Maße “intelligent”, wie die installierte KI auf “Erfahrungen” (…den Vorfall hatten wir schon mal gehabt – da haben wir wie folgt reagiert – Problem gelöst…) zurückgreifen kann
o Je größer der Erfahrungshintergrund der KI ist, umso professioneller kann der Roboter reagieren
o Nur dann, wenn ein Ereignis zum ersten Mal auftritt, wird der Roboter den Produktionsablauf stoppen und auf Anwesiungen seitens des Menschen warten: aus dem “dummen” Roboter wird ein “gestandener” Roboter, der aus gewonnenen Erfahrungen lernt und Prozeß-adäquat reagiert
Der künftige Produktionsprozeß wird anders strukturiert sein, als der heutige Produktionsprozeß, die im Produktionsprozeß arbeitenden Produktionsfaktoren werden in Zukunft andere sein, als in dem heutigen Prozeß.
April 2026
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC Trust Management Consultants
