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TMC – Denkanstoß: Lust auf Leistung
Bei der zivilen Nutzung der Atomkraft war Deutschland Weltspitze, bei der (Weiter-)Entwicklung des Autos hatte Deutschland die Nase vorne, wir gaben bei der Industrialisierung den Takt vor, in der Raketentechnik gaben wir den Takt vor, die Engineering-Leistung der deutschen Ingenieure wurde weltweit anerkannt – doch heute? Inzwischen wurden wir von den Chinesen, den Amerikanern, den Indern, ja von fast jeder anderen Nation nicht nur ein-, sondern überholt.
Statt dessen fokussierten wir uns neuerdings auf das Sozialverhalten – jeder Bürger mußte sich sozial verhalten, jedem Bürger wurde auf Kosten der Allgemeinheit etwas Gutes angeboten, man mußte nur wissen, welchen Topf man anzapfen konnte – und schon floss der Nektar. Ohne Rücksicht auf betriebswirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten wurden neue soziale Gut-Taten kreativ entwickelt und gefördert – der Sozialstaat (und damit automatisch der Beamtenstaat) wuchs ungebremst.
Nie wurden solche ökonomisch-sinnvollen und -wichtigen Fragen gestellt, wie:
- Können wir uns eigentlich eine solche Füllhorn-Gesellschaft leisten?
- Wer ist der wirklich Betroffene, der tatsächlich Hilfe braucht?
- Wie lange können wir uns einen solch ausufernden Sozialstaat noch leisten?
- Inwieweit haben wir uns vor Mißbrauch der sozial-sprudelnden Quellen effektiv und effizient geschützt?
- Gibt es eine Grenze des Sozialstaates?
Es muß doch mal die Frage erlaubt sein, wohin der deutsche Bürger sich entwickelt, wenn er durch den deutschen Staat verwaltet wird, wenn Leistungen ohne Gegenleistung verteilt werden, wenn der Staat auf alles eine Antwort hat? Wo bleibt bei einem übermächtigen (Sozial-)Staat die Eigenverantwortung des einzelnen Bürgers, wo bleibt der individuelle Freiraum, wie sieht die wohl-beschworene Freiheit des Bürgers aus, wie wird sich der individuelle Freiraum kreativ entwickeln können… Fragen über Fragen…
Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich – das heißt jedoch nicht, daß alle Menschen gleich sind, sondern daß jedes Individuum unterschiedlich ist, unterschiedliche Kapazitäten besitzt, verschiedene Eigenheiten pflegt und auch diverse Fähigkeiten erworben hat und dementsprechend individuell-unterschiedlich handelt. Könnte es denn auch sein, daß es Spaß macht, Leistung zu erbringen?
Juli 2026
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC Trust Management Consultants
