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08/26: TMC – Gedankensplitter: Optimismus
„Something is rotten in the state of Denmark“ ließ William Shakespeare in HAMLET ausrufen, und inner- und außerhalb von Deutschland …
- wachsen die Schulden durch einen ungebremsten Sozialstaat
- fangen Politiker (wie z. B. „Frau“ Spahn) an, für sich eigene Gesetze zu definieren und umzusetzen
- definiert sich die heutige „Gen Z“ (geb. zwischen 1997 und 2012) mit Werten, wie Work-Life Balance, selbst bestimmtes Arbeiten, egoistische Einstellung…
- beschäftigt sich heutzutage die Generation der Baby-Boomer mit der Fragestellung, welches Land das beste Zielland für ein Auswandern ist
- hat in dem ehemaligen Ideal-Land der Demokratie – nämlich den USA – inzwischen eine kleine Gruppe (ca. 10–15 Milliardäre) das Sagen und selbst der Präsident kreiert Geld für sich und seine Familie
- befindet man sich mindestens im fünften Kriegsjahr, daß Russland (eigentlich begonnen mit der Krim-Annexion) die Ukraine überfallen hat
- spricht China unverhohlen und offen davon, sich Taiwan einzuverleiben
- wirkte der amerikanische Präsident auf die FIFA ein, eine während eines Fußballspiels ausgesprochene „rote Karte“ zurückzunehmen
Die Aufzählung derartiger Mißstände und entstandener Probleme könnte nach Belieben verlängert werden.
Sind die obigen Fakten ein Beleg für eine negative, pessimistische Sichtweise? Oder muß man gar die singulären Beobachtungen in einem größeren Rahmen sehen und einordnen:
- Ist die Welt außer Kontrolle geraten?
- Lohnt sich heutzutage überhaupt eine friedliche, respektvolle Lebenseinstellung?
- Wer sagt einem, was überhaupt noch „richtig“ und was „falsch“ ist?
- Zahlt es sich aus, wenn ich versuche, ein „braver Bürger“ zu sein, oder werde ich stattdessen vom Staat als „dummer, Steuer-zahlender Bürger“ betrachtet?
Die unstillbare Sehnsucht und die ausgeprägte Suche nach Ruhe, Frieden und Gerechtigkeit ist nur umso mehr zu verstehen, je stärker das (individuelle, subjektive und objektive) Ungerechtigkeits-Empfinden ausgeprägt ist: immer nur mit einem „gezogenen Colt“ durch die Gegend zu laufen, kann ja wohl nicht das erstrebenswerte Ziel sein.
Was ist denn daran so verkehrt, wenn man sich nach einem geäußerten und gelebten Respekt dem Anderen gegenüber sehnt?
Oder besteht die (generelle bzw. auch die individuelle) Lösung eventuell darin, daß man sich eine „rosa-rote“ Brille aufsetzt und nicht die endgültige Lösung, sondern einen grundsätzlichen Optimismus „auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel“ pflegt und in den Vordergrund stellt. Vielleicht lohnt sich ein solcher Perspektiv-Wechsel mehr als das ausschließliche Beharren auf einen rechthaberischen Standpunkt.
Muß man denn heutzutage immer und überall „Recht haben“? Oder liegt die Lösung nicht eher in einer verständnisvollen, aber klare Grenzen respektierenden Toleranz auf der Basis eines gelebten Optimismus der eigenen und der anderen Person gegenüber?
THINK !
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC Trust Management Consultants
