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TMC – Denkanstoß: Die Sprache
Die deutsche Sprache ist eine lebendige Sprache, die sich in einer permanenten Wandlung – bedingt durch innere und äußere Einflüsse – befindet. So wie alte Begriffe nicht mehr Verwendung finden und aus dem Sprachgebrauch verschwinden, entstehen auch neue Worte, die schnell Einlaß in die alltägliche Sprache finden.
Daß die deutsche Sprache einem permanent wachsenden Einfluß seitens der englischen Sprache unterliegt, ist an dem stets wachsenden Vokabular mit englischem Ursprung zu sehen. Worte wie
- television, love, high heels, date, longevity, cool
sind inzwischen „eingedeutscht“ und finden im tagtäglichen Sprachgebrauch ihre Verwendung – und dies ohne eine Übersetzung ins Deutsche.
Neuerdings haben sich Begriffe in der deutschen Sprache breit gemacht, die einen besonderen, einen gefühlsbetonten, einen umfassenderen Bedeutungsinhalt in sich tragen. Es finden neue Ausdrücke wie
- Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Zeitlosigkeit, Resilienz
Verwendung. Im Falle von einer achtsamen Vorgehensweise bzw. Behandlung wird besonderer Wert auf die vorsichtige, sorgfältige, sensible Behandlung verwiesen. Eine ausschließlich vorsichtige Behandlung ist nicht mehr ausreichend und eine nur sensible Vorgehensweise wird der eingeforderten und stillschweigend erwarteten Behandlung nicht gerecht. Bei der nachhaltigen Behandlung will der betreffende Bürger darauf hinweisen, daß ihm die Langlebigkeit, die sorgsame Vorgehensweise besonders am Herzen liegt. Ein zeitlich langfristiges, bewahrendes, vorsichtiges Handling ist auf jeden Fall angesagt.
Eine zeitlose Einordnung oder die zeitlose Eigenschaft – eigentlich ein Widerspruch in sich, da der Zeitbegriff eine Endlichkeit (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) beinhaltet – liegt dann vor, wenn ein zeitliches Ende des bestimmten Charakters nicht definiert werden konnte bzw. wurde. Hier wird eine spezielle Beziehungsebene angesprochen, die jenseits eines zeitlich eindeutig definierten Limits liegt. Eine resiliente Einstellung hat der Mensch dann, wenn er sich nicht durch unvorhersehbare Rückschläge, plötzliche Krisen, unerwartete Rückschläge aus seinem inneren Gleichgewicht bringen lässt, er seinen ihm eigenen Optimismus trotz der aufgetretenen Probleme behält.
Im Gegensatz zu einer faktisch-sachlichen (gefühlsvoll-kalten) Beschreibung wird eine zusätzliche Haltung des Gegenübers definiert, die mit einer emotional-positiven, ja herzlich-sensiblen Grundeinstellung beschrieben werden kann.
Oktober 2026
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC Trust Management Consultants

TMC – Denkanstoß: Karriere
„Der hat aber Karriere gemacht!“ „Die hat aber Erfolg gehabt!“ das sind typische Äußerungen, die Bewunderung, die Achtung für eine dritte Person zum Ausdruck bringen.
Die Karriere ist die „Überholspur“ der normalen beruflichen Tätigkeit, der normalen tagtäglichen Routine. Karriere ist die sichtbare Belohnung für eine außerordentliche Anstrengung, die man bewußt oder unbewußt erbracht hat.
Doch ist Karriere nicht die Erfüllung einer Erwartungshaltung. Die Logik: „Wenn ich mich anstrenge, dann mache ich auch Karriere“ führt nicht automatisch zum Ziel – da gehört schon mehr dazu: Karriere setzt ein Umfeld voraus, wo sich besondere Anstrengung erwartet, lohnt und auch goutiert wird. Das Umfeld muß so geschaffen sein, daß außerordentliche Anstrengungen nicht nur erwartet, sondern auch belohnt werden: schneller, weiter, besser sind die sichtbaren Steigerungen von schnell, weit und gut.
Das Leben, das Streben nach dem Komparativ ist der Motor für eine Karriere, wobei als typische Voraussetzungen für eine Karriere Vokabeln, wie Elternhaus, Studium, Fleiß fallen. Es geht leicht von den Lippen, daß ein wohl-situiertes Elternhaus eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Karriere ist – jedoch werden die – trotz eines „guten Elternhauses“ – gescheiterten Existenzen vergessen, die die gebotenen Chancen nicht wahrgenommen haben. Oder aber man bleibt „ein ewiger Student“, weil man sich nicht dem Prüfungs-Stress stellen will.
Karriere hängt zum großen Teil davon ab, daß man einen Ehrgeiz entwickelt, „etwas zu erreichen“, weil man nicht auf die Eingebung, den glücklichen Moment, den Zufall warten will, sondern sein Glück in die eigenen Hände nehmen möchte. Man weiß, daß „blood, sweat and tears“ vor einem liegen, aber man stellt sich darauf ein und beißt die Zähne zusammen. Welch tolles Gefühl, wenn man dann erfolgreich ist und das Ziel erreicht hat!
Oktober 2026
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC Trust Management Consultants

09/26: TMC – Gedankensplitter: Quo vadis?
Eine simple Antwort auf die Frage: „Wohin gehst Du?“ ist dann relativ einfach zu geben, wenn man weiß,
- wo man sich gerade befindet
- wie der Weg beschaffen ist
- welches das Ziel ist
- welche Charakteristika das Umfeld hat
- welche Hindernisse sich auf dem Weg befinden könnten
- welche Zeit man braucht
Da kann man leicht von „A“ nach „B“ kommen – doch verfügt man nicht über alle notwendigen Informationen, fangen die Probleme an, zumal die Vielzahl der möglichen, externen Einflüsse das Leben nicht gerade einfacher macht. Diese Einflüsse haben zudem noch unterschiedliche Eigenschaften und Charakteristika, wie beispielsweise die
- Zeitstruktur (Beginn, Dauer, Ende)
- Intensität (stark, schwach, mental, physisch)
- Absicht (unterstützend, fordernd, zerstörend)
- Vorbereitung (Planung, Notfall, Benachrichtigung)
- Erwartungshaltung (abwartend, zustimmend, abwehrend)
- Konsequenz (persönlich, Umwelt, gruppenbezogen)
- Motivation (Neugier, Zufriedenheit, Glück, Selbstbestätigung)
- Belohnung (Anerkennung, Urkunde)
All das macht es nicht gerade für den Menschen einfacher, eine (für sich und die anderen) richtige Entscheidung für die Optimierung bei der Frage nach der Zielerreichung zu finden. Jedoch hilft eine umfassende Berücksichtigung und Einschätzung der möglicherweise relevanten Einflüsse auf die zugrunde liegende Entscheidung, ob, wann und wohin man geht (oder es besser lässt), zu erreichen.
THINK !
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC Trust Management Consultants

TMC – Denkanstoß: Work-Life Balance
Eigentlich ist das Lebens-Motto, stets für eine wohl-ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Freizeit Sorge zu tragen, dem grundsätzlichen Prinzip nach eine ideale Vorstellung. Ist der Ansatz jedoch realistisch?
Vom zeitlichen Ansatz her ist er sicherlich zu begrüßen, da, sollte das Leben ausschließlich aus Arbeit bestehen, man einen wichtigen Lebens-Aspekt außer Acht lassen würde, nämlich den der Freizeit und der Regeneration. Um sich diesen Luxus jedoch leisten zu können, setzt es voraus, daß der kapitalistische Ansatz ausreichend Beachtung findet: In der geringer zur Verfügung stehenden Arbeitszeit muß soviel Kapital erwirtschaftet werden, daß man sich den Luxus der Freizeit erlauben kann und in der Nicht-Arbeitszeit ausreichend Kapital zur Verfügung hat, um sich die Freizeit leisten zu können.
Jetzt wird es kompliziert: Einerseits muß die weniger zur Verfügung stehende Arbeitszeit so produktiv und effizient genutzt (und bezahlt) werden, daß man sich das gewünschte Maß an Freizeit leisten kann. Andererseits muß die geplante Arbeitszeit die höhere Bezahlung (bei weniger geleisteten Arbeitszeit) auch hergeben.
Darüber hinaus stellt sich noch das Problem der Gegenwertigkeit: Während der Arbeitszeit erhalte ich für die geleistete Leistung ein Entgelt (meßbar in Euro und Cent) – während der Freizeit verbrauche ich Euro und Cent und erhalte Entspannung, Erholung, Regeneration, Freizeit, Schlaf … wobei sich die Frage stellt, wie Entspannung, Regeneration, Schlaf zu bewerten ist, um den Gegenwert zu bemessen. Hier einen allgemein-gültigen, für alle geltenden Maßstab zu finden, ist aufgrund der jeweiligen Individualität und Sensibilität der Menschen unmöglich.
Damit ist der Work-Life-Balance-Ansatz ein netter Versuch…
September 2026
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC Trust Management Consultants

TMC – Denkanstoß: Qualifikation
Im Berufsleben gibt es zahlreiche Hindernisse, die künstlich aufgebaut wurden, bevor man eine spezielle berufliche Tätigkeit ausüben durfte: Bevor man als Schweißer tätig sein kann, muß man einen Schweißer-Fachlehrgang erfolgreich bestehen, bevor man als Richter tätig wird, muß man u.a. Jura studiert haben, bevor man als Pilot tätig sein kann, muß man den Flugschein gemacht haben.
Diese notwendigen Qualifikations-Prüfungen dienen dazu, daß man über ein bestimmtes Wissen, über ein grundsätzliches Verständnis, über eine fachliche Eignung nachweislich verfügt, bevor man eine verantwortungsvolle Tätigkeit ausüben darf.
Der oder die betreffende Person, die über eine bestimmte Qualifikation verfügt, kann eine definierte Tätigkeit ausüben, die klar definierte Eigenschaften voraussetzt. Erfüllt ein Personenkreis diese Eigenschaften nicht, dürfen diese Personen diese Tätigkeiten nicht ausüben. Somit wird durch bestimmte Ausschlußkriterien ein definiertes Mindestmaß an absoluter Sicherheit und Ordnung geschaffen.
Neben den fachlichen Eignungsstufen gibt es wichtige, andere Qualifikations-Hemmnisse, die es zu beherrschen gilt, wie z. B. die charakterliche Eignung, die voraussetzt, daß man eine bestimmte, kritische Situation beherrschen und meistern kann. Hierzu zählen Eigenschaften, wie vorausblickende Vorsicht, Hilfsbereitschaft, konsequentes Tun und Handeln – also die gelebte Befähigung, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Es ist ein ständiges Überprüfen seiner eigenen Fähigkeit und der der Mitbürger, um Gefahren zu vermeiden – es ist ein ständiges Beobachten und Messen potenzieller Gefahrenmomente.
Welche Größe beweist der oder die Betreffende, wenn man seinen Führerschein aus Altersgründen, aus der Beobachtung, bestimmten Gefahrenmomenten nicht mehr gewachsen zu sein, zurückgibt? Welche Größe beweist man, wenn der Gründer eines erfolgreichen Unternehmens die Verantwortung an einen Nachfolger übergibt, wenn er spürt, den veränderten Anforderungen nicht mehr adäquat entsprechen zu können?
September 2026
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC Trust Management Consultants

TMC – Denkanstoß: Der Superlativ
Am höchsten, am weitesten, am tiefsten, am stärksten, am besten… das alles sind Worte, die der Beschreibung von etwas Besonderem, etwas Ausgefallenem, etwas Hervorragendem, etwas Einmaligem dienen. Automatisch bedingt es jedoch, daß die anderen Gegenstände, Umstände oder was auch immer dem Vergleich dienen, weniger attraktiv, weniger professionell, weniger schön, weniger begehrenswert sind. D. h. konsequenterweise, daß eine Sache, ein Ding, ein Umstand im Vergleich zu den anderen hervorragt, sich besonders hervortut, eine gewisse Einmaligkeit hat.
Eigentlich ist das etwas ganz Natürliches: vergleicht man 2 oder mehr Dinge, 2 oder mehr Charakteristika, 2 oder mehr Bilder, 2 oder mehr Gebäude, dann wird eines der zu vergleichbaren Sachen oder einer der zu vergleichbaren Menschen herausragen, während der verbleibende Rest hinten runterfällt, nicht weiter in Betracht gezogen wird, keine weitere Beachtung findet, überflüssig ist.
Ist jedoch ein solcher ausgrenzender, Priorität setzender, elitärer Denkansatz in der heutigen Zeit überhaupt vertretbar? Ist es ein solcher Vergleich, der den ausschließlichen Fokus auf einen Einzigen legt und damit die eigentliche restliche Mehrheit deklassiert und als weniger wichtig, als minderwertig abstempelt. Ist ein solcher vergleichender Ansatz überhaupt vertretbar oder ist ein solcher Ansatz im tiefsten Grunde nicht unsozial? Ist es nicht verkehrt, wenn sich der Mensch automatisch nach dem Größten, Stärksten, Schönsten, Schnellsten nach dem Singulären, dem Einzigartigen ausrichtet, sondern stattdessen sich auf den Durchschnitt, auf die größte Menge, auf die Mehrheit fokussiert?
September 2026
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC – Denkanstoß: Nachfolge
Einen qualifizierten Nachfolger zu finden, ist schon ein echtes Problem – vor allem dann, wenn sich im Laufe der Zeit herausstellt, daß er oder sie doch nicht für eine solche Aufgabe geeignet ist. Das hauptsächliche Problem besteht darin, daß man als Nachfolger ein „alter ego“ sucht, der das Unternehmen so weiterführt, wie man es selbst tun würde. Doch ist ein solches Kriterium realistisch oder gar sinnvoll?
Der Gründer hat Zeit, Geld, Blut, Ideen in das Unternehmen investiert – doch dahinter steht die Persönlichkeit des Gründers! Wenn 2 unterschiedliche Menschen dasselbe sagen, heißt das nicht, dass der Empfänger dasselbe auch versteht. Es ist nun mal etwas anderes, wenn zwei unterschiedliche Personen dasselbe sagen: es kommt bei dem Empfänger etwas Unterschiedliches an: die Betonung ist unterschiedlich, die Gestik ist nicht die gleiche, die Lautstärke ist unterschiedlich – es sind die Kleinigkeiten, die den Unterschied machen.
Und darüber hinaus: muß der Nachfolger über ein geklontes Ego, wie es der Vorgänger hat, verfügen? Oder könnte es nicht gerade hilfreich sein, wenn der Nachfolger andere Akzente setzt, andere Schwerpunkte pflegt, mal was Neues ausprobieren möchte?
August 2026
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC – Denkanstoß: Messen ohne Maßstab
In der Schule bestand die vorletzte Beurteilungs-Änderung darin, daß ein „ausreichend“ oder ein „befriedigend“ nicht mehr als durchschnittliche Leistung angesehen wurde, sondern mindestens die Note „gut“, besser jedoch die Note „eins“, sprich „sehr gut“.
Die neueste Beurteilungs-Änderung besteht darin, daß die Noten vollkommen abgeschafft werden: eine Beurteilung jeglicher erbrachten Leistung wird als diskriminierend, als unsozial, als ungerecht dem Leistungserbringer gegenüber angesehen, da man nicht das Bemühen, die erbrachte Anstrengung, allein den erzielten Versuch hinreichend würdigt. Statt einer Note „2“ wird stattdessen in blumigen Beschreibungen, in langatmigen Ergüssen, in wortreichen Um- und Beschreibungen die individuellen Charaktereigenschaften, das Verhalten, die erfolgreichen und die weniger erfolgreichen Bemühungen des zu Beurteilenden charakterisiert.
Allein die Existenz des Einzelnen – ohne den Bezug zu der erbrachten Leistung, ohne Bezug auf den geleisteten, sozialen Beitrag (und sei er noch so klein) – wird als etwas Positives betrachtet. Wären wir alle Einsiedler, die eine absolute Verantwortung ausschließlich für sich selbst haben, wäre ein solcher Denkansatz möglich. Besteht jedoch die zu betrachtende Menge aus mehr als 2 Personen, gelten andere Maßstäbe. In einem solchen Fall ist es hilfreich, mit Hilfe eines klaren, eindeutigen Maßstabs die gewünschte Richtung eindeutig vorzugeben. Selbst wenn eine erbrachte Leistung als unzureichend beziffert wird, muß sie nicht demotivierend angesehen werden, sondern kann statt dessen als motivierend angesehen werden.
Klare Worte helfen mehr als ein Schwall von Wörtern, die nur dazu gebraucht werden, „um den heißen Brei herumzureden“.
August 2026
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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08/26: TMC – Gedankensplitter: Optimismus
„Something is rotten in the state of Denmark“ ließ William Shakespeare in HAMLET ausrufen, und inner- und außerhalb von Deutschland …
- wachsen die Schulden durch einen ungebremsten Sozialstaat
- fangen Politiker (wie z. B. „Frau“ Spahn) an, für sich eigene Gesetze zu definieren und umzusetzen
- definiert sich die heutige „Gen Z“ (geb. zwischen 1997 und 2012) mit Werten, wie Work-Life Balance, selbst bestimmtes Arbeiten, egoistische Einstellung…
- beschäftigt sich heutzutage die Generation der Baby-Boomer mit der Fragestellung, welches Land das beste Zielland für ein Auswandern ist
- hat in dem ehemaligen Ideal-Land der Demokratie – nämlich den USA – inzwischen eine kleine Gruppe (ca. 10–15 Milliardäre) das Sagen und selbst der Präsident kreiert Geld für sich und seine Familie
- befindet man sich mindestens im fünften Kriegsjahr, daß Russland (eigentlich begonnen mit der Krim-Annexion) die Ukraine überfallen hat
- spricht China unverhohlen und offen davon, sich Taiwan einzuverleiben
- wirkte der amerikanische Präsident auf die FIFA ein, eine während eines Fußballspiels ausgesprochene „rote Karte“ zurückzunehmen
Die Aufzählung derartiger Mißstände und entstandener Probleme könnte nach Belieben verlängert werden.
Sind die obigen Fakten ein Beleg für eine negative, pessimistische Sichtweise? Oder muß man gar die singulären Beobachtungen in einem größeren Rahmen sehen und einordnen:
- Ist die Welt außer Kontrolle geraten?
- Lohnt sich heutzutage überhaupt eine friedliche, respektvolle Lebenseinstellung?
- Wer sagt einem, was überhaupt noch „richtig“ und was „falsch“ ist?
- Zahlt es sich aus, wenn ich versuche, ein „braver Bürger“ zu sein, oder werde ich stattdessen vom Staat als „dummer, Steuer-zahlender Bürger“ betrachtet?
Die unstillbare Sehnsucht und die ausgeprägte Suche nach Ruhe, Frieden und Gerechtigkeit ist nur umso mehr zu verstehen, je stärker das (individuelle, subjektive und objektive) Ungerechtigkeits-Empfinden ausgeprägt ist: immer nur mit einem „gezogenen Colt“ durch die Gegend zu laufen, kann ja wohl nicht das erstrebenswerte Ziel sein.
Was ist denn daran so verkehrt, wenn man sich nach einem geäußerten und gelebten Respekt dem Anderen gegenüber sehnt?
Oder besteht die (generelle bzw. auch die individuelle) Lösung eventuell darin, daß man sich eine „rosa-rote“ Brille aufsetzt und nicht die endgültige Lösung, sondern einen grundsätzlichen Optimismus „auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel“ pflegt und in den Vordergrund stellt. Vielleicht lohnt sich ein solcher Perspektiv-Wechsel mehr als das ausschließliche Beharren auf einen rechthaberischen Standpunkt.
Muß man denn heutzutage immer und überall „Recht haben“? Oder liegt die Lösung nicht eher in einer verständnisvollen, aber klare Grenzen respektierenden Toleranz auf der Basis eines gelebten Optimismus der eigenen und der anderen Person gegenüber?
THINK !
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC – Denkanstoß: Lust auf Leistung
Bei der zivilen Nutzung der Atomkraft war Deutschland Weltspitze, bei der (Weiter-)Entwicklung des Autos hatte Deutschland die Nase vorne, wir gaben bei der Industrialisierung den Takt vor, in der Raketentechnik gaben wir den Takt vor, die Engineering-Leistung der deutschen Ingenieure wurde weltweit anerkannt – doch heute? Inzwischen wurden wir von den Chinesen, den Amerikanern, den Indern, ja von fast jeder anderen Nation nicht nur ein-, sondern überholt.
Statt dessen fokussierten wir uns neuerdings auf das Sozialverhalten – jeder Bürger mußte sich sozial verhalten, jedem Bürger wurde auf Kosten der Allgemeinheit etwas Gutes angeboten, man mußte nur wissen, welchen Topf man anzapfen konnte – und schon floss der Nektar. Ohne Rücksicht auf betriebswirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten wurden neue soziale Gut-Taten kreativ entwickelt und gefördert – der Sozialstaat (und damit automatisch der Beamtenstaat) wuchs ungebremst.
Nie wurden solche ökonomisch-sinnvollen und -wichtigen Fragen gestellt, wie:
- Können wir uns eigentlich eine solche Füllhorn-Gesellschaft leisten?
- Wer ist der wirklich Betroffene, der tatsächlich Hilfe braucht?
- Wie lange können wir uns einen solch ausufernden Sozialstaat noch leisten?
- Inwieweit haben wir uns vor Mißbrauch der sozial-sprudelnden Quellen effektiv und effizient geschützt?
- Gibt es eine Grenze des Sozialstaates?
Es muß doch mal die Frage erlaubt sein, wohin der deutsche Bürger sich entwickelt, wenn er durch den deutschen Staat verwaltet wird, wenn Leistungen ohne Gegenleistung verteilt werden, wenn der Staat auf alles eine Antwort hat? Wo bleibt bei einem übermächtigen (Sozial-)Staat die Eigenverantwortung des einzelnen Bürgers, wo bleibt der individuelle Freiraum, wie sieht die wohl-beschworene Freiheit des Bürgers aus, wie wird sich der individuelle Freiraum kreativ entwickeln können… Fragen über Fragen…
Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich – das heißt jedoch nicht, daß alle Menschen gleich sind, sondern daß jedes Individuum unterschiedlich ist, unterschiedliche Kapazitäten besitzt, verschiedene Eigenheiten pflegt und auch diverse Fähigkeiten erworben hat und dementsprechend individuell-unterschiedlich handelt. Könnte es denn auch sein, daß es Spaß macht, Leistung zu erbringen?
Juli 2026
Rainer V. Zimmek
Senior Partner
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TMC Trust Management Consultants
